Badsanierung planen: Elektrik, Wasser und Abfluss vorbereiten
Eine Badsanierung beginnt nicht mit der Auswahl der Fliesen, sondern mit der Planung der unsichtbaren Infrastruktur. Wer Elektrik, Wasseranschlüsse und Abfluss erst festlegt, wenn die Wände schon offen sind, verliert Zeit und Geld. Deshalb sollte vor dem ersten Hammerschlag ein detaillierter Installationsplan stehen, der alle Leitungswege, Steckdosenpositionen und Abflussgefälle berücksichtigt.
Für die Elektrik gilt: Jeder Stromkreis im Bad muss über einen FI-Schutzschalter mit 30 mA Fehlerstrom abgesichert sein. Steckdosen in der Nähe von Waschbecken und Dusche benötigen den Schutzbereich 1 oder 2, was spezielle IP-Klassen und Mindestabstände vorschreibt. Planen Sie zudem getrennte Stromkreise für Waschmaschine, Trockner, Beleuchtung und eventuell eine elektrische Fußbodenheizung. Wer die Waschmaschine in ein kleines Bad integrieren möchte, findet bei den praktischen Tipps von laufcultur.de hilfreiche Hinweise zu Platzbedarf und Anschlussvarianten. Ein zu knapp bemessener Kabelquerschnitt führt später zu Überlastung und ist schwer nachzurüsten.
Wasseranschlüsse sollten in Kalt- und Warmwasser getrennt geführt werden, mit Absperrventilen für jeden Verbraucher. Für Waschbecken, Dusche, WC und Waschmaschine sind eigene Zuleitungen sinnvoll, damit bei Reparaturen nicht die gesamte Wasserversorgung abgestellt werden muss. Der Abfluss braucht ein ausreichendes Gefälle von mindestens einem Zentimeter pro Meter Rohrlänge. Bei einer Bodenebenen Dusche ist ein Gefälle von zwei Zentimetern pro Meter empfehlenswert, um stehendes Wasser zu vermeiden. Prüfen Sie vor dem Verfliesen, ob alle Abflüsse dicht sind und das Wasser zügig abläuft.
Nach Abschluss der Rohinstallation folgt der Drucktest: Wasserleitungen werden mit mindestens zehn Bar abgedrückt, Abflussrohre auf Dichtheit kontrolliert. Erst danach dürfen Estrich und Fliesen verlegt werden. Dokumentieren Sie alle Leitungswege mit Fotos, bevor die Wände geschlossen werden. Diese Aufnahmen ersparen bei späteren Bohrlöchern teure Überraschungen und machen jede weitere Sanierung kalkulierbarer.